Oneg Schabbat, die Freude am geselligen Beisammensein beim Schabbat-Mahl, war im Warschauer Ghetto der Tarnname für eine Gruppe, die sich um den Historiker Emanuel Ringelblum zusammenfand, um das Geschehen im Ghetto möglichst breit zu dokumentieren. Dieses Untergrundarchiv beschreibt auf einmalige Art das jüdische Alltagsleben im Ghetto zwischen 1940 und 1943 aus Sicht der Opfer. Der größte Teil, in Metallkästen und
Milchkannen versteckt, konnte nach dem Krieg geborgen werden. Daraus entstand das so genannte „Ringelblum-Archiv“ im Jüdisch-Historischen Institut in Warschau, insgesamt 30.000 Fotos, Dokumente, Bilder und Aufzeichnungen. Die einzigartige Sammlung, von der die Ausstellung ausgewählte Beispiele zeigt, wurde von der UNESCO auf die Liste „Memory of the world“ gesetzt.
Die Ausstellung zeigt ein breites Spektrum von Materialien, anhand derer die Ausrottung der jüdischen Bevölkerung, aber auch die Überlebensstrategien im Ghetto und die Aktivitäten der jüdischen Untergrundbewegung dokumentiert werden.
Noch bis zum 10. März ist sie in den Räumlichkeiten der Volkshochschule Dortmund zu sehen.



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